Abstract VOL.1

Warum die Plattform mit dem abschreckenden Namen in Wirklichkeit VOLL geil ist.

Wir möchten Euch in unserer kleinen Design-Serie etwas über die Plattform abstract erzählen. Und zwar aus verschiedenen Blickwinkeln. Den Anfang mache ich, Caro. Warum gerade ich? Naja, ich bin quasi „Schuld“ daran, dass jetzt fast alle damit arbeiten.

Was ist abstract?
Oder: Wir committen und mergen jetzt auch!

Wir sprechen hier von einer Plattform für Design Teams. Und zwar von einer mit Funktionen, die sonst nur Entwickler/innen kennen, von Github und Co. Welche das sind? Zum Beispiel Versionskontrolle und das gemeinsame Arbeiten an Dateien ohne Verluste. Oder das einfache Vergleichen von Änderungen in Design Dateien. Oder noch besser: Es gibt nur noch EINE finale Version. Nix da mit zig Dateien à la„final-1-finalfinal.psd“. Wir arbeiten nicht mehr jede/r einzeln auf seinem/ihrem Computer, so jede/r für sich, sondern unsere Designs befinden sich als Sketch Dateien in abstract. Jede/r aus dem Team kann Sie einsehen, bearbeiten und kommentieren. Und seit dem letzten Update können auch unsere Frontend Entwickler direkt CSS styles aus den Dateien ziehen und müssen nicht erst Sketch oder Zeplin dafür öffnen.

Wie bin ich darauf gekommen?

Am Anfang stand ein simples Problem: In einem recht großen Projekt suchte ich eine Möglichkeit wie wir in einem großen Team an dem gleichen Projekt arbeiten können und jede/r immer die aktuellsten Dateien und Libraries zur Verfügung hat. Dies gestaltete sich schwierig, wenn man bedenkt dass wir ja gelegentlich auch aus dem Homeoffice arbeiten und irgendwie sicherstellen müssen, dass auch jede/r immer auf dem aktuellsten Stand ist. Früher hat man sich dann die Dateien die man braucht auf den Mac gezogen und, wenn man es nicht vergessen hat, sobald man wieder im Büro war, die aktuellste Datei auf den Server geschmissen. Man sieht schon: ein riesiges Fehlerpotential! Also fragte ich den Kollegen Tobi Z., ob er eine Möglichkeit kennt, dass immer alle im Team die aktuellsten Library Updates bekommen. Und siehe da! Er schickte mir den Link zu abstract und meinte: „Schau dir das mal an, vielleicht passt das ja.“.

VOLL Blog Post Image
Die Erleuchtung.

Unglaublich! Was mir der liebe Tobi Z. da geschickt hatte war wirklich, also für mich, nicht nur bahnbrechend, es sollte auch unseren Workflow grundlegend verändern. Meine anfängliche Anforderungen, dass die Libraries automatisch geupdatet werden wurde natürlich erfüllt, darüber hinaus konnte abstract aber so viel mehr, dass ich beschloss es dem Design Team vorzustellen. Auch wenn es natürlich eine Herausforderung darstellte einen komplett neuen Workflow zu implementieren, profitieren wir mittlerweile bei allen Projekten davon. Wir sind flexibler geworden und haben gleichzeitig die Sicherheit dass uns keine Dateien verloren gehen. Wir sind transparenter geworden im Design Prozess, was dem agilen Arbeiten 100% zugute kommt, auch wenn das für Designer/innen sehr gewöhnungsbedürftig ist. Denn wir Designer/innen geben am liebsten immer den perfekten Entwurf, das perfekte Layout, ab und es widerstrebt der Seele ein „work in progress“ Layout einfach so bereit zu stellen. Aber das bietet auch Vorteile: Da unsere Frontend Entwickler schon frühzeitig Einblick in unsere Ergebnisse erhalten, können wir gezielter auf eine effiziente und reibungslose Umsetzung hin arbeiten und etwaige Probleme für die Programmierung früh erkennen.

Mein Fazit:

Auch wenn ich jahrelang mit Adobe Produkten gearbeitet habe, kann ich mir für die Entwicklung und das Design von digitalen Produkten nichts besseres vorstellen als den Workflow mit abstract und Sketch. Es vereinfacht die Kommunikation im Team und erleichtert das agile Arbeiten im Design enorm.