Die Katze im Sack.

Wieso wir Transparenz feiern und der Kunde kein König ist.

Mal ehrlich. Wir alle werfen doch einen Blick in den Eierkarton, bevor wir ihn auf das Kassenband legen. Wir inspizieren die Schale Erdbeeren, mustern die Avocado, bewerten den Preis. Nur das Beste für unser Geld! Keine beschädigten, faulen oder unreifen Überraschungen. Die Selbstbedienung im Supermarkt macht’s möglich. Selektion auf höchstem Niveau an der Verbraucherfront. Doch was passiert, wenn der Kühlschrank überquillt und wir nach der passenden Familienkutsche suchen? Schnell eine Dienstleistung brauchen? Man könnte meinen im digitalen Zeitalter, wo wir alle postend und likend im Glashaus sitzen, fällt die Entscheidung genauso leicht wie an der Gemüsetheke. Fehlanzeige! Zwar gibt’s eine Reihe von Empfehlungen, Bewertungen und oberflächlichen Informationen, aber so richtig transparent wird’s da nicht.

#nofilter

Silicon Valley macht’s vor: Ganzheitliche Transparenz in (fast) allen Bereichen des Unternehmens. Wo der Umsatz in Echtzeit angezeigt wird und alle Ausgaben transparent für Jedermann zur Verfügung stehen. Das schafft Vertrauen. Und sorgt für Sympathie. Offenheit kommt anscheinend an. Wozu also die Geheimniskrämerei? Wer das Ganze jetzt als kulturelles Problem von der Hand weist, mag recht haben. Die Deutschen stehen ja bekanntlich nicht so auf öffentlich. Wer hat, der kann. Muss aber keiner wissen. Wenn es aber jetzt doch jeder wissen will, da kann eine Auseinandersetzung mit der Sache ja nicht schaden. Genau deshalb ist bei uns alles echt. #nofilter. Wir feiern Holakratie, sind stolz auf unsere Transparenz. Dabei kratzen wir sie nicht nur ganz oberflächlich an – wir leben sie in allen Facetten.

Der Kunde ist
König
Teil des Teams.

Transparenz macht das Unternehmen glaubhaft. Zeigt auf, was wirklich passiert und wer da eigentlich hinter dem ganzen Business tobt. Die ungephotoshopte Wahrheit quasi. Wenn der Kunde genau weiß was wir fabrizieren, unser Team beim Namen kennt und den eigenen Hund zum Meeting mitbringt. Interaktion auf Augenhöhe nennen wir das. Diesen Umgang lebt VOLL. Denn der Kunde ist nicht nur Auftraggeber. Er ist Teil des Prozesses und damit auch Teil des Teams. Die erfreuliche Begleiterscheinung für uns als Dienstleister ist, dass wir ziemlich schnell erkennen was der Kunde braucht. Flexibler Austausch, schnelle Kommunikation, enges Miteinander und kurze Entscheidungswege machen’s möglich.

Also?

Die Leute einfach mal in eine neue reale Realität packen und die Fakten auf den Tisch knallen. So ganz ohne Kauderwelsch die neue Transparenz-Ära einläuten. Denn keiner kauft die Katze im Sack. Höchstens im transparenten Jutebeutel.