30. März 2020Jaqueline

Wir waren dabei! #wirvsvirus

Vorletzte Woche hat die Bundesregierung in Kooperation mit weiteren Partnern zu einem deutschlandweiten Hackathon aufgerufen, der Lösungen aus der Gesellschaft für die Gesellschaft gegen #COVID-19 schaffen sollte. Das haben wir uns natürlich nicht zweimal sagen lassen und 5 VOLLe stürzten sich in ein produktives Wochenende.

3, 2, 1 …

und go! Nach der Anmeldung kribbelte es uns in den Fingern und wir konnten es kaum erwarten endlich loszulegen. Wir setzten uns zunächst mit 48 Herausforderungen auseinander, um die Grundlage für unsere Projektidee zu schaffen/bilden. Wir waren uns relativ schnell einig, welche Herausforderung wir angehen wollten:

Wie kann eine sinnvolle Verteilung von freiwilligen Helfern ermöglicht werden?

Nach einem kurzen Brainstorming stellten wir unsere Idee dem bunt gemischten deutschlandweiten Team vor, das sich mit dieser Herausforderung auseinandersetzte. Und siehe da – eine zweite Gruppe hatte eine ähnliche Idee. Durch eine Fusion entstand dann unser finales Projektteam, bestehend aus 12 Leuten, mit dem wir unsere Vision verwirklichen sollten. #wuhu

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Mögliche Szenarien.
  • Das DRK Berlin sucht verzweifelt nach Spendern, da sich in der aktuellen Krisensituation niemand meldet.

  • Ein Hotel stellt einem Krankenhaus Betten zur Verfügung, die schnellstmöglich transportiert und aufgebaut werden müssen.

  • Der Supermarkt um die Ecke hat einen Fachkräftemängel, da Mitarbeiter selbst erkrankt sind und unter Quarantäne stehen.

In Krisensituationen wollen die meisten von uns voller Tatendrang mithelfen – sehen aber tatenlos zu. Warum? Weil wir entweder nicht die richtige Anlaufstelle finden oder unsere Qualifikationen nicht ausreichend sind. Dabei wäre es doch schon ein wertvoller Beitrag, einfach nur mit anzupacken!

Die Vision

Genau hier sahen wir unser Produkt: Eine WebApp, die als zentrale Anlaufstelle dient und Helfer akquiriert, die eben keine Fachkräfte sind. Egal ob man nur schleppen hilft, mit Führerschein und Auto beim Transport unterstützt oder ob man einfach ein Organisationstalent ist – wir waren überzeugt: Jeder kann etwas beitragen, wenn’s wirklich drauf ankommt! Um den gesamten Prozess effizienter darzustellen, einigten wir uns auf geringe Einstiegshürden und ein intuitives, schnell erlernbares und trotzdem freundliches User Interface. Denn in der aktuellen Situation merkt man: Es geht darum schnell reagieren zu können. #asap

… und was daraus wurde.

Daraufhin hieß es endlich: Ran geht’s ans Hacken und Designen! Wir gaben das ganze Wochenende VOLLgas und realisierten letztendlich einen Prototypen.

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Helfer haben die Möglichkeit sich zu registrieren – bereits im Onboarding hat man die Möglichkeit seine Fähigkeiten aus vorgegebenen Schlagwörtern auszuwählen und seinen Standort freizugeben – daraus ergibt sich ein entscheidender Vorteil für diejenigen, die Hilfe benötigen, dazu aber später mehr. Nach der Anmeldungen stehen mir nun mehrere Funktionen zur Verfügung:

  • Dashboard – das Ansehen und Beantworten von Anfragen

  • Anfragen – die Übersicht aktueller Anfragen

  • Karte – eine geographische Ansicht zum Lokalisieren von Anzeigen

  • Profil – das Editieren bestehender Daten oder das Hinzufügen von Eigenschaften wie bspw. Fähigkeiten

Der Helfer selbst kann sich nicht aktiv für eine Anfrage melden. Er stellt sich mit der Anmeldung lediglich als mögliche Hilfsperson mit bestimmten Eigenschaften zur Verfügung.

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Helfende können Organisationen, Vereine und unter Umständen sogar Unternehmen sein. Auch hier wurde das Onboarding für die Registrierung aufs Notwendigste reduziert. Hat sich eine Organisation, ein Verein o. Ä. registriert, hat er folgende Möglichkeiten:

  • Dashboard – Einsehen der Reaktionen von Helfern auf Anfragen

  • Anzeigen – Erstellen, Bearbeiten und Verwalten von Anzeigen. Die Anzeige kann vorerst nur erstellt werden oder es können direkt Helfer, deren Fähigkeiten den Anforderungen entsprechen, innerhalb eines definierten Umkreises einberufen werden.

  • Karte – Einsehen aller Helfer im Umkreis

  • Profil – Editieren bestehender Daten oder Hinzufügen von Eigenschaften wie bspw. der Beschreibung der Anfragen

Wie geht's weiter?

Natürlich legen wir das Ganze jetzt nicht auf Eis und wollen das Potenzial unseres Produktes anderen zur Verfügung stellen. Daher befinden wir uns derzeit im Austausch mit anderen Projektgruppen, die ähnliche Projekte geschaffen haben, mit der Überzeugung, dass man gemeinsam mehr erreichen kann. Parallel nutzen wir die Zeit um unser Produkt weiterhin feinzutunen. Also – stay tuned!